2010

- Buchmarkt, 25.05.2010
-  Husumer Nachrichten, 02.06.2010 über Renan-Demirkan-Veranstaltung
Husumer Nachrichten, 22.06.2010 über Gisela-Steineckert-Veranstaltung

2009

- Husumer Nachrichten, 17.09.2009 über Tine-Wittler-Veranstaltung
- Husumer Nachrichten, 29.08.2009 über Peter-Ensikat-Veranstaltung
Husumer Nachrichten, 27.08.2009 über Hermann-Kant-Veranstaltung
- Husumer Nachrichten, 25.07.2009 über Winfried-Bornemann-Veranstaltung
Husumer Nachrichten, 25.06.2009 über Claudia-Schreiber-Veranstaltung
- Husumer Nachrichten, 11.06.2009 über Stefan-Aust-Veranstaltung
- Husumer Nachrichten, 12.05.2009, S.1/ Programmankündigung
- W. Glatzeder, Husumer Nachrichten, 03. 06.2007, S. 1 und S. 16

2008

Lothar Knäpper schrieb für die Husumer Zeitung:
- Ankündigung Programm 2008
- Ankündigung Bas Böttcher
- Besprechung Bas Böttcher
Ankündigung Kriminacht
- Besprechung Kriminacht
- Ankündigung Dietmar Bittrich
- Besprechung Dietmar Bittrich
- Ankündigung Peter Sodann

- Peter Sodann, Husumer Nachrichten, 18. September 2008

Peter Sodann für ETS-Radio, 11. September 2008

Dietmar Bittrich für ETS-Radio, 14.August 2008

Doris Gercke für ETS-Radio, 10. Juli 2008

Christian von Ditfurth für ETS-Radio, 10. Juli 2008

Hellmuth Karasek, 22. Mai 2008
(Bitte klicken Sie den Link an, um den Artikel zu öffnen.)
Quelle: Husumer Nachrichten, 30.Mai 2008, S. 21

Bas Böttcher für ETS-Radio, 12.Juni 2008

2007

Christian Quadflieg, 21. Juni 2007

Christian Quadflieg`s Lesung von Wilhelm Busch GRAUSAM/HEITER
stand am Anfang von 4 Literat(o)ur - Lesungen



Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe „Literat(o)ur im Ohlsenhaus“ begann am Tag des Sommeranfangs im Ohlsenhaus der Gemeinde Süderstapel die erste von insgesamt 4 Lesungen, die der Sport- und Kulturausschuss der Gemeinde und der im Ort ansässige Organisator der e.r.kulturmanagment & Literat(o)ur Dr. Eberhard Reimann organisiert haben. Mit dem Schauspieler Christian Quadflieg und der Uraufführung seiner Lesung über Wilhelm Busch ist dem Team hier ein fulminanter Start geglückt. Die Diele des Ohlsenhauses war bis auf den letzte Platz gefüllt und ca. 160 Zuhörer lauschten der einfühlsamen Wort- und Stimmengewalt des Vortragenden.
In einem stets kurzweilig auftretendem Wechsel im Vortrag zwischen dem Lebenslauf und den Lebenswerken von Wilhelm Busch gelang es Christian Quadflieg eine Spannung und Stille ins Publikum zu übertragen, die dann auch wieder mit seinem „Instrument“ Stimme als Gestaltungsmittel ins Umgekehrte umschlug, weil es diesem ausgezeichneten Dramaturgen gelang, insbesondere in den Gedichten das Sinnende mit dem entsprechenden Zeilenende zu verknüpfen.

Prosa lesen, so der Schauspieler kann eigentlich jeder Mensch auch zu Hause, aber Lyrik lesen allein genügt nicht, sie muss man hören. Dies präsentierte er in zwei je 45 Minuten dauernden Vorlesungen. Dabei hat der Schauspieler die Inspiration zur Lyrik ein klein wenig von seinem Vater, Will Quadflieg erhalten, die Auswahl seiner vorwiegend deutschen Literaten, wie Lessing, Kästner, Hebbel, Schiller, Heine u.a. entspricht seinem Interesse. Der Gedanke diese großen deutschen Dichter und Schriftsteller zu rezitieren und biografisch aufzuarbeiten liegt darin, dass es sich heute viele Leute so leicht machen wollen, diese großen Namen vom Denkmal zu stürzen, sagte Christian Quadflieg in einem Interview, dass er dem Bürgersender „ETS Radio“ gab. (Zu hören jeden Mittwoch ab 09.00 Uhr auf 105,2 oder 98,8 MHZ oder unter www.etsradio.de )

Bei Lessing heißt es:“ Kann man nicht auch lachend sehr ernsthaft sein“, so die Antwort auf die Frage, was Christian Quadflieg persönlich für ein Mensch ist. Genau das hat er auch in seiner Lesung bewiesen, die er mit einer brillanten Vortragstechnik, dosierten Gestiken und gekonnter Mimik darstellte. Die Premiere seiner Wilhelm Busch Lesung hat er nach Süderstapel gelegt, weil er den Organisator Dr. Eberhard Reimann von anderen Gelegenheiten her kannte und er eigentlich ganz gern unter Druck arbeitet, denn diese Lesereihe war ursprünglich erst für den Herbst diesen Jahres geplant. Auf Pläne im Bezug auf Fernsehen angesprochen sagte der Schauspieler, dass er bislang bei allen Fernsehproduktionen einen gewissen Anspruch an sich selber hat, dieser derweil aus seiner Sicht aber nicht erfüllt wird. Aber diese Art der Lesungen wird er gern weiterführen, weil er das Gefühl hat ein fundamentales Bedürfnis bei den Menschen nach Ausschöpfung des Wortschatzes entdeckt zu haben.
Diesen Satz werden die Zuhörer der überaus gelungenen Uraufführung von Christian Quadfliegs Lesung über Wilhelm Busch „Grausam/heiter“ gern unterstreichen.
Wir dürfen uns schon jetzt freuen auf die literarische Fortsetzung von „Literat(o)ur im Ohlsenhaus“ am 19. Juli 2007 um 20.00 Uhr mit einem der renommiertesten Krimi- Autoren, Frank Göhre und der „St. Pauli Nacht“.



Thies Thomsen

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Frank Göhre kommt mit St.Pauli in das „Ohlsenhaus“
Im Rahmen der Literaturreihe liest der Krimi-Autor aus seinem Milieu-Roman /
Wörthmann-Film „Sankt-Pauli-Nacht“ wird gezeigt


Süderstapel /hn

Das Sommerprogramm „Literatur im Ohlsenhaus“ geht in die zweite Runde. Am Donnerstag (19.) ist der Krimi-Autor Frank Göhre zu Gast. Bekannt geworden ist er mit seinem Buch und dem Sönke- Wortmann-Film „Sankt-Pauli-Nacht“. Frank Göhre beginnt seine Lesung um 20 Uhr.
St. Pauli: Zufälle und Schicksale. Ineinander greifende Geschichten von Menschen. So zum Beispiel die des Ex-Knackis Johnny, des Postboten Manfred oder der hübschen Single-Frau Dorit. Sie alle treffen in einer zunächst harmlosen Nacht aufeinander. Ein Buch über Menschen, die sich zur falschen Zeit am gleichen Ort befinden. „St.-Pauli-Nacht“ wurde von Sönke Wortmann („Deutschland. Ein Sommermärchen“) mit den Hauptdarstellern Benno Führmann, Armin Rohde, Heiner Lauterbach, Maruschka Detmers, Axel Milberg, Peter Sattmann, Christian Redl und Valerie Niehaus verfilmt. Für das Drehbuch wurde Frank Göhre mit dem Deutschen Drehbuchpreis ausgezeichnet. Der Film ist im Anschluss an die Lesung im
„Ohlsenhaus“ zu sehen.

Jede einzelne Figur in dieser Erzählung ist so liebevoll gezeichnet, so pointiert beschrieben, dass man sie mühelos ins Zentrum eines eigenen Buches stellen könnte. Ganz egal, ob es um Johnny geht, erst vor kurzem aus dem Bau entlassen, aber schwer verliebt in eine „Solide“, eine bildhübsche Bankangestellte, die absolut nichts mit dem Milieu zu tun hat. Oder um Roberta, die Fummeltante, die sich um alles und jeden, vor allem aber um ihren 15-jährigen Bruder sorgt, für den Autos knacken so normal ist, wie für andere Jungs das Fußballtraining. Oder um den Friesen - blond, stark, kein Mann vieler Worte und auch nicht der Hellste, aber eine ehrliche Haut. Oder um Manni, für den ein Wohnungseinbruch nur der Auftakt zu einem denkbar schlechten Tag bedeutet.
Die Gemeinde Süderstapel, mitten in der ETS- Flusslandschaft, hat mit dem restaurierten gemeindeeigenen „Ohlsenhaus“ ein Zentrum geschaffen, das sich in diesem Sommer zu einem Kulturtreff der ganzen Region mausern wird. Gemeinsam mit der ortsansässigen Agentur „e.r. kulturmanagement & literat(o)ur Autoren-Bücher-Begegnungen“ wird das Sommerprogramm „Literatur im „Ohlsenhaus“ veranstaltet. Schon bei der ersten Wilhelm-Busch-Lesung von Christian Quadflieg zeigte sich, dass das Programm gut ankommt. Selbst in der Diele standen die Besucher, die keinen Sitzplatz mehr bekommen hatten.
Dabei überzeugte Quadflieg in zwei je 45-minütigen Lese-Blöcken. Er selbst sagt: „Prosa lesen kann eigentlich jeder Mensch zu Hause, aber Lyrik lesen allein genügt nicht, sie muss man hören.“
Vermutlich wird es auch 2008 Lesungen geben.

(Quelle: Husumer Zeitung, 06. Juli 2007)

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Frank Göhre, 19. Juli 2007

Mit 5 €uro waren sie dabei
Literat(o)ur im Ohlsenhaus wieder ein voller Erfolg

 

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Literat(o)ur im Ohlsenhaus“ der Gemeinde Süderstapel begrüßte der Sport- und Kulturausschuss und der Mitorganisator Dr. Eberhard Reimann zur 2. Lesung mit Frank Göhre wieder knapp 100 interessierte Zuhörer. Frank Göhre ist Roman- und Drehbuchautor, der u.a. durch die Verfilmung seines Romans „St. Pauli Nacht“ mit Benno Führmann, Armin Rohde, Peter Sattmann und vielen weiteren bekannten Schauspielern unter der Regie von Sönke Wortmann bekannt wurde.
In einem Interview, dass er dem regionalen Radiosender ETS- Radio gab, machte Frank Göhre deutlich, dass er die „Romanschreiberei“ dem Drehbuch eigentlich vorziehe, weil er dort eigene Erlebnisse zusammen mit kreativen Gedanken und Ideen weiter entwickeln kann. Bei den Drehbucharbeiten gibt es in der Regel viele Vorgaben durch den Regisseur oder durch das vorgegebene Thema. Trotzdem hat Frank Göhre viele Drehbücher u.a. für die Serien Tatort, Alarm für Cobra 11 oder Großstadtrevier geschrieben, aber auch im Genre der Spielfilme ist er ein bekannter Autor mit z.B. Abwärts, Schnelles Geld, Einer spinnt immer oder Schamlos.
Der 64- jährige Buchautor hat schon in jungen Jahren mit Begeisterung Kurzgeschichten geschrieben und während seiner nicht unbedingt typischen Laufbahn eines Schriftstellers diesen Anlauf nicht benötigt, aber, wie er im Interview sagte: “Ich habe diesen Weg zwar nicht gebraucht, konnte diese Erfahrungen aber gut gebrauchen“.
In einem Wechselspiel aus Vortrag und Film gelang es Frank Göhre die knapp 100 Zuhörer in den Bann zu ziehen. Dabei las er aus seinem Werk „St. Pauli Nacht“ die Biografien der handelnden Personen vor und ergänzte mit persönlichen Zwischenbemerkungen die Herkunft dieser Charaktere. Die milieutreffende Sprache brachte das Publikum immer wieder zum Schmunzeln und wurde in den filmischen Sequenzen durch die schauspielerischen Leistungen und den Drehorten authentisierend.
Frank Göhre bot in der Diele des Ohlsenhauses den Besuchern das Buch und den Film mit einer limitierten DVD Auflage an und stellte sein neustes Werk: „Zappas letzter Hit“ vor.
Wie schon bei der gelungenen Uraufführung von Christian Quadfliegs Lesung über Wilhelm Busch „Grausam/heiter“ war auch diese Lesung ein voller Erfolg. Die Veranstalter wurden in ihrem kulturellen Engagement durch die sehr gute Resonanz bestätigt und die Zuhörer waren auch diesmal überaus zufrieden mit dem Angebot.
Die literarische Fortsetzung von „Literat(o)ur im Ohlsenhaus“ erfolgt am 23. August 2007 um 20.00 Uhr mit einer magische Lesung vom Schriftsteller und Zauberer Michael Schneider, der aus seinem Werk „Das Geheimnis des Cagliostro“ vortragen wird. Auch diese Veranstaltung wird wieder im Ohlsenhaus für einen mehr als kulturfreundlichen Beitrag von 5 Euro stattfinden.



Thies Thomsen

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Michael Schneider, 21. August 2007


Literat(o)ur im Ohlsenhaus mit Cagliostro
Prof. Dr. Michael Schneider las und (ver)zauberte sein vergnügtes Publikum

 

Die 3. Lesung im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Literat(o)ur im Ohlsenhaus“ der Gemeinde Süderstapel wurde abermals zu einem Zuhörmagnet dank der Organisation von Dr. Eberhard Reimann und dem Sport- und Kulturausschuss der Gemeinde.
Der Schriftsteller Prof. Dr. Michael Schneider mit den Studienabschlüssen in Naturwissenschaften, Philosophie, Soziologie und Religionswissenschaft las aus seinem Buch Cagliostro und versetzte das Publikum durch die magischen Zaubertricks zwischendurch ins Staunen.
Der selbsternannte Graf Cagliostro war einer der berühmtesten und rätselhaftesten Männer des 18. Jahrhunderts, der in die Hände der römischen Inquisition fiel. Von frühester Jugend an hatte Giuseppe Balsamo, der spätere „Graf Cagliostro“ seine Mitmenschen zu bezaubern und zu täuschen gewusst und es damit weit gebracht. Um gerade diese Zauber- und Täuschungskunst geht es dem Schriftsteller Michael Schneider. Schelmenhaft und freudig las und zauberte er vor einem sehr vergnügtem Publikum. Michael Schneider gelang es von Anbeginn die Zuhörer sowohl in das Werk „Cagliostro“ mitzunehmen, als auch mit seinen Tricks zu verzaubern. Er gestand die Zauberei bereits als Mitglied des „magischen Zirkels“ mit 16 Jahren erlernt zu haben und so wurde die Lesung denn auch zur Show: In der Papierhülle einer vom Publikum ausgeliehenen Zigarette fand eine Zuhörerin genau den Kartenwert, den sie zuvor bestimmt hatte. Aus je einem schwarzen und einem weißen Tuch zeigte der Professor der Filmakademie Ludwigsburg, dass es nicht immer schwarz auf weiß steht und rollte aus beiden Tüchern ein schwarzweiß gestreiftes Tuch aus. Eine Schale mit wenig Reis wurde geschüttelt- und der Reis hatte sich verdoppelt und in der zuvor noch leeren Schale befand sich das Kochwasser. Mit seiner baritonen Stimme gelang es ihm immer wieder insbesondere durch eine gekonnte Rhethorik die Zuhörer für die ausgewählten Szenen in seinen Bann zu ziehen.
In einem Interview, das er dem regionalen Radiosender ETS- Radio gab, kann man sich am 29.08.07 von 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr auf den Frequenzen von 105,2 oder 98,8 von dieser Stimmengewalt selbst überzeugen.

Selbstverständlich hatte der Autor sein neuestes Werk dabei und viele Zuhörer nutzten dabei die Gelegenheit eine handschriftliche Signierung zu erhalten.
Die Lesereihe von Christian Quadfliegs Lesung über Wilhelm Busch „Grausam/heiter“, mit Frank Göhres „St. Pauli Nacht“ und nun Michael Schneider mit „Cagliostro“ hat die Veranstalter in ihrem kulturellen Engagement durch die sehr gute Resonanz bestätigt. Der literarische Abschluss von „Literat(o)ur im Ohlsenhaus 2007“ erfolgt am 27. September 2007 um 20.00 Uhr mit einer jidischen Lesung von Alexander Kostinskij und einem musikalischen Duo mit Kleszmer Musik. Das Motto dieser Veranstaltung lautet: „Ein Leben ohne Märchen und Witze ist wie Suppe ohne Salz“.




Thies Thomsen

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Alexander Kostinskij, 27. September 2007

Lesereihe „Literatour im Ohlsenhaus“ erfolgreich beendet
Alexander Kostinskij war ein fulminanter Schlussakkord 2007


Am 27. September fand in der Diele des Ohlsenhauses in Süderstapel die letzte der 4 angesetzten Lesungen statt. Diesmal war zu Gast der Schriftsteller, Autor, Zeichner und Maler Alexander Kostinskij. Auch diese Veranstaltung war wieder so gut besucht, dass Dr. Eberhard Reimann in seiner Begrüßung darauf hinwies, dass Alexander Kostinskij ihm bei diesem Besucherstrom sagte: „In Frankfurt und Berlin sind solche Zahlen nicht zu erreichen, aber hier in Süderstapel“.
Zu seiner Erzählung hatte der Autor eine musikalische Begleitung mit Kleszmermusik. Die Musikgruppe - mit einem Akkordeon und einer Violine – stimmte das Publikum auf eine jiddischen Erzählstunde ein. Kostinskij eröffnete die erste Stunde mit Erzählungen aus seiner Heimat Russland und machte deutlich, dass er seit 1992 in Deutschland lebe, aber seine Heimatstadt Kiew ist und bleiben werde. Mit seiner sonoren Stimmfärbung und dem russischen Akzent gelang es ihm, Geschichten von seinem Vater und Grußvater wiederzugeben, die er dramaturgisch derart verpackte, dass man als Zuhörer gespannt und überrascht zugleich auf das Ende oder die Poente wartete.
Im Gegensatz zu einer Lesung findet seine Erzählmethode in einer fesselnden Art den Augenkontakt der Zuhörerschaft. Dabei hatte er in der kurzweiligen, zweistündigen Veranstaltung zwar hin und wieder eines seiner Bücher in der Hand, benutzte aber nicht ein einziges Mal auch nur auszugsweise diese Schriften. In einem Interview, dass er dem ETS Radio kurz vor der Lesung gab, sagte er: “Bücher mit 300 Seiten oder mehr, das sind nicht meine Geschichten. Ich schreibe lieber 30 Seiten oder weniger, wie man eben auch erzählt!“
In der Pause hatten die Zuhörer die Gelegenheit ausgelegte Bücher, Zeichnungen und Bilder zu betrachten und zu erwerben, die vielfach von Alexander Kostinskij mit einer persönlichen Widmung versehen wurden.
Im Mittelpunkt seiner Erzählungen stehen die Menschen und deren friedlichen Miteinander mit einem einzigen Vater. So hat er auch viele Geschichten als Vergleiche aus der Tierwelt und erzählte von dem Krokodil, dass für den einen Betrachter ein großes Maul hat, aber für den tierischen Betrachter seiner Erzählung nur ein breites Lächeln –das breiteste Lächeln was man je gesehen hat. Kein Wunder also, dass Alexander Kostinskij in seiner Heimat Russland nicht nur ein erfolgreicher Kinderbuchautor ist, sondern vor allem ein erfolgreicher und glaubwürdiger „Erzähler“. Nicht zuletzt erscheint es so, dass sein Erfolg durch seine humor- und fantasievolle Vortragsart mit einem andauernden Blickkontakt zu seiner Zuhörerschaft zu Stande kommt.
Dem Team des Sport- und Kulturausschusses der Gemeinde Süderstapel mit Rolf Lorenzen an der Spitze und Eberhard Reimann sind mit diesen Veranstaltungen und insbesondere mit den Autoren Christian Quadflieg, Frank Göhre, Michael Schneider und nun Alexander Kostinskij kulturelle Höhepunkte gelungen, die nicht nur sehr gut von der Zuhörerschaft angenommen wurden, sondern zum Weitermachen motiviert haben dürften.



Thies Thomsen